- 09.04.2019 12:32

Festkommers 125 Jahre Turngau Wetterau Vogelsberg

Begrüßungsrede von Ulrich Rimer

Liebe Turnschwestern und Turnbrüder,

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich begrüße Sie alle recht herzlich zu unserer Jubiläumsfeier anlässlich des 125jährigen Bestehens des Turngau Wetterau-Vogelsberg hier in Berstadt. Ganz besonders freut es mich, heute bei uns begrüßen zu dürfen:

-Den Schirmherren unseres Jubiläums und Landrat des Wetteraukreises Herrn Jan Weckler

- Die Erste Kreisbeigeordnete Frau Stefanie Becker-Bösch

- Den Bürgermeister der Stadt Wölfersheim Herrn Eike See

- Das Präsidium des Hessischen Turnverbandes mit 

- Den Vorsitzenden des Sportkreises Wetterau Herrn Jörg Wulf

- Den Vorsitzenden der Sparkasse Oberhessen Herrn Thomas Falk

- Die Ehrenvorsitzende Frau Rosel Schleicher und den Ehrenvorsitzenden Herrn Erich Zinsheimer

- Die Ehrenmitglieder, 

Hartmut Birkenstock

Gerhard Strasheim

Loni Zorn

Erwin Ludwig

Klaus Geisler

Alle Fachwarte des Turngau Wetterau-Vogelsberg

Alle ehemaligen Fachwarte des Turngau

Und natürlich Euch liebe Vereinsvertreter, die ihr den Turngau repräsentiert.

125 Jahre Turngau Wetterau-Vogelsberg. Dieses Jubiläum feiern wir heute und wir müssen „Danke“ sagen. Danke an allen Personen, die den Turngau in all den Jahren unterstützt, gefördert und gelebt haben. 

Danke an alle Fachwarte, ob noch aktiv oder passiv, für die Arbeit die sie in all den Jahren geleistet haben, bei Lehrgänge, Wettkämpfe oder Sitzungen.

Danke den Vereinen für die Ausrichtung und Unterstützung von Veranstaltungen und Wettkämpfen.

Danke an alle Vorstandsmitglieder für die jahrelange sehr erfolgreiche und produktive Zusammenarbeit.

Der Turngau wurde am 4. März 1894 gegründet, was durch einen Original-Zeitungsausschnitt aus dem Oberhessischen Anzeiger belegt wurde.In den vergangenen Jahren gab es aber nicht nur Zeiten des Sonnenscheins, es gab auch Zeiten mit viel Schatten. Dazu gehört die Zeit des zweiten Weltkrieges und die Haltung der Turner zum Nationalsozialismus.

Der turnerische Gedanke wurde in dieser Zeit auf eine harte Probe gestellt. Die turnerische Gesinnung unterlag dem politischen Druck und wurde ein Teil der Propaganda der Nationalsozialisten.

Darauf sind wir nicht stolz, doch auch Tiefpunkte gehören genauso zu unserer Geschichte wie Höhepunkte.

Worauf wir (als Turner) stolz sind. 

 

Hier ein paar Beispiele:

Die Hessische Turnbewegung nahm in Butzbach (in unserem Turngau) durch Friedrich Ludwig Weidig, dem hessichen Turnvater seinen Anfang.

Konsequenterweise erfolgte auch die Gründung des Hessischen Turnverbandes dann in unserem Turngau, nämlich in Butzbach.

Viele Persönlichkeiten, die in unserem Turngau engagiert waren, sind auch im Hessischen Turnverband und im Deutschen Turnerbund engagiert, damals wie heute.

 

Die Turnerjugend und die Jugendfreizeiten waren Aushängeschilder und landesweit ziemlich einzigartig.

Die Frauen und ihr Beitrag sind ein wesentlicher Bestandteil des Turnens in seiner ganzen Vielfalt.

…..und noch vieles vieles mehr.

 

Wir alle feiern in diesem Jahr das 125jährige Jubiläum. 

Der Vorstand hatte die verschiedensten Arbeitskreise gebildet, in denen auf dieses Jubiläum zugearbeitet wurde. Für die Festschrift waren von Seiten des Turngau-Vorstandes verantwortlich Rosel Schleicher und Katja Reutzel.

Ein weiterer Arbeitskreis, Falko Haust, Sören Haust und ich kümmerten sich um den Festakt heute in Berstadt und die Sport-Gala in Florstadt, die am 19. Oktober stattfindet. 

 

Heike Schnoor und Sören Haust organisieren den Seminarsamstag am 24. August 2019 mit den verschiedensten Angeboten in Nieder-Mörlen. 

Lassen Sie mich noch einmal auf die Jubiläumsausgabe zurück kommen.

Den Beiden, Rosel und Katja, war aber schnell klar, dass der Aufwand, ein Festbuch zu erstellen, riesengroß ist und wir hier kompetente Unterstützung mit ins Boot holen müssen. Wir waren uns alle einig, dass die Idealbesetzung hier nur Rolf Lutz sein kann.

Auch wenn Rolf kein Turner ist und auch kein Amt im Turngau innehat, so kann er auf einen riesigen Erfahrungsschatz und auf ein ebenso riesiges Archiv in seinem Keller zurückgreifen. 

Die erste Arbeitssitzung fand dann auch gleich direkt neben dem Archiv im Partyraum im Hause Lutz statt.

 

Hier schon mal vielen Dank an Rolf und natürlich auch an Monika, die das Team das ein oder andere Mal kulinarisch versorgt hat.

So ein Buch ist zu vergleichen mit einem Marathonlauf, oder eher mit einem Querfeldeinlauf, mit Höhen, Tiefen, schnellen und langsamen Passagen.

125 Jahre sind ja auch eine lange Zeit. Genaugenommen sind das 45.660 Tage bis heute.

 

Sie sind also zu dritt losgesprintet, hatten zwischendurch Durchhänger, liefen alleine und auch zusammen, kämpften sich durch schwierige Abschnitte, mobilisierten aber zum Schluss noch einmal all Ihre Energie für den Schluss-Sprint.

Und siehe da, es ist geschafft.

An dieser Stelle muss ich mich auch ausdrücklich bei Frau Exner für die Layout-Gestaltung und der Druckerei Gratzfeld in Butzbach für die hervorragende Zusammenarbeit bedanken, die ein pünktliches Erscheinen möglich gemacht haben. 

 

Bei all der geleisteten Arbeit, sind natürlich auch einige Kosten entstanden. Diese Kosten nun wieder eins zu eins auf den Verkaufspreis zu schlagen, hätte uns sehr geschmerzt. Nun kommt unsere Hausbank, die Sparkasse Oberhessen, genauer gesagt der Stiftungsrat der Sparkasse Oberhessen ins Spiel. Mit einer sehr großzügigen Zuwendung hat sie uns hier unterstützt. Dafür, Herr Falk, nochmals mein besonderer Dank.

 

Zum Schluss meiner Rede, komme ich nochmal auf den Einzug der Banner und das Turnerlied zurück. Heinrich Weismann schrieb 1841 den Text. Nie war die 4. Strophe so aktuell wie heute.

„Auf denn Turner ringet, Prüft der Sehnen Kraft

Doch zuvor umschlinget, euch zur Bruderschaft

Großes Werk gedeiht nur durch Einigkeit“.

 

Vielen Dank